Das 1000 Liter Meerwasser Aquarium
Bis zum Jahre 2002 hatte ich immer wieder Süßwasser Aquarien. Es blieb aber immer bei den gewöhnlichen Gesellschaftsbecken, mit den einen oder anderen Blickfang. Irgendwie fehlte da etwas. Nach dem Umzug nach Bochum kam ich mal wieder in Kontak mit einem Meerwasser Aquarianer, wo ich wieder mal merkte, das mich diese Art der Aquaristik besonders reizte.
Ende 2003 kaufte ich mir ein kleines Starterset. Da ich früher den großen Fehler machte, mich selber nicht zu Informieren, viel ich leider auf einen Händler in Bochum rein, der mir für fast 430 Euro ein Becken mit etwas Lebendgestein verkaufte, welches für Meerwasser nicht nur ungeeignet, sondern der reinste Schrott war. Ich konnte nach fast 3 Monaten so gut wie alles entsorgen, da keine Komponente für Meerwasser tauglich war und mir das ganze Becken einging. Die frechen Ausreden des Händlers ließen mich sehr an meinem Traum vom schönen Meerwasser Aquarium zweifeln. Das durchwälzen von Büchern, die Nachforschungen im Internet sowie viele Unterhaltungen ließen mein Wissen über die Erfolgreiche Haltung eines Meerwasser Beckens stetig wachsen. Ich schafte es selbst die wenigen Überlebenden, 2 Putzergarnelen, Einsiedler und das Lebendgestein wieder aus dem Todesmarsch zu befreien. Ich baute das kleine Becken komplett um und siehe da es begann wieder zu leben.
Anfang 2004 wurde mir ein 140 Liter Becken, welches aus einer Auflösung einer Großanlage stammte, zu einem sehr günstigen Preis angeboten. Dies war auf alle fälle viel besser als die kleine Wanne und somit kam der erste Umzug. Das Becken hatte eine gebogene Frontscheibe und wurde vorher wohl als Filterbecken benutzt. Ich entfernte alle unnötigen Überbleibsel heraus und säuberte alles. Eine LiTeCo mit 1x 150w HQI und 2x 24w T5 sollten das Becken ordentlich ausleuchten. Der AquaMedic Midi-Flotor erledigte seine Arbeit auch stets mit Erfolg. Das Becken lief vom Anfang stets super und es war eine reine Freude alles beim wachsen zu beobachten. Später wurde die Sonne des Beckens noch durch 2 39w T5 erweitert.
Anfang 2004 zog auch unser Blenny ein, welcher bis Heute jeden Umzug mit durchgemacht hat. Er ist der älteste im jetzigen Becken und hat auch nen richtigen Bauch bekommen *grins*. Der Hawaii Doc folgte 06/2004 und ist auch bis Heute noch da. Er ist mit dem Blenny ein wahres Prachtkerlchen.
Ende 2004 wollte ich ein 2. Becken für Seepferdchen einrichten. Leider ging dieses bei der Einfahrphase kaputt, und ich schob den Plan wieder in die Schublade.
Im Sommer 2005 wollte ich ein größeres Becken anschaffen. Es dauerte eine ganze weile und es wurde geplant, gerechnet und wer weis was sonst noch alles bis die Köpfe rauchten. Die Wahl viel dann auf ein günstiges Becken aus einer Auflösung, welches 200x60x60 cm groß war. Der Transport und das Aufstellen waren die reinste Schinderei, doch der Traum vom großen Riffbecken war kurz vor der Erfüllung. Leider kam es ganz anders. Als das Becken gerade mal 5 Monate stand und ich das alte Becken auch aufgelöst hatte, wurde ohne uns zu Unterrichten das Haus in dem wir wohnten an einem neuen Besitzer verkauft wurde. Da wir dort längerfristig bleiben wollten, traf uns die Kündigung des alten Besitzers an die Mieter besonders hart. Wir fanden zum Glück sehr schnell eine neue Wohnung in einem Bürogebäude, wo ein Teil in Mietswohungen umgebaut wurde. Die größe und besonders die enormen Traglasten der Decken *grins*, ließen die Entscheidung leicht zu machen.
Gleichzeitig wurde auch der Plan eines neuen Beckens in die Tat umgesetzt, da der Transport des jetzigen viel zu teuer geworden währe. Somit wurde ein 250x60x60 cm Becken inkl. einem Stahlrahmen als Unterbau direkt vor Ort aufgebaut. Der Unterbau besteht aus einer Bodenplatte zur Verteilung des Gewichtes und einem Gestell aus Stahlrohre. Dieses wurde 3x mit Hammerit gestrichen, um dem Rost ordentlich Paroli zu bieten. Darauf liegt nochmals eine 24mm dicke Holzplatte. Im Hauptbecken wurden rund 200 kg Lebendgestein und rund 80 kg Livesand verbaut. Anfangs wurde ein Teil des Beckens durch Abtrennung als Filterbereich genutzt, doch seit kurzen verrichtet ein kleines Technikbecken unterm Aquarium seinen Dienst. Somit ist die ganze Breite wieder nutzbar.
In dem vor kurzen aufgestellten Vorbecken, 50x30x75 cm, sollten eigentlich reichlich Caulerpa & Co angesiedelt werden. Jetzt haben dort aber übergangsweise 2 Ocelaris mit Ihrer Kupferanemone einzug gefunden, nachdem deren Vorbesitzer sein Becken leider auflösen muste. Was macht man nicht alles für die lieben Fische ich bin mit diesem Becken immer noch sehr zufrieden, da es die ganze Zeit ohne größere Zwischenfälle läuft und uns sehr viel Freude bereitet.
Seit kurzen steht auch ein kleines Becken mit Seepferdchen hier, welches von jeweils einem Pärchen Kudas und Reidis bewohnt wird. Dieses fasst zwar nur knapp 60 Liter, aber für Anfang 2008 ist ein größeres Becken geplant, was speziell für die Pferdchen gebaut wird. Es ist halt immer noch auf dem Reißbrett. Ich habe in den letzten 5 Jahren viel Erfahrung sammeln können, und den einen und anderen Händler kennengelernt. Leider gibt es auch Heute noch Schwarze Schafe darunter, welche einem Alles andrehen wollen, hauptsache es wird denen das Geld gereicht. Das ist traurig aber ich kann nur vor unüberlegten Käufen warnen. Selbst der Händler der mich vor 5 Jahren trotz seiner guten Fachkentnisse betrogen hat, treibt sein Spiel noch heute mit unerfahrenen Neu-Aquarianern.